Methodik

So prüfen wir Kapitalanlage-Immobilien

Unser Prüfpfad in sechs SchrittenEin Kreis aus sechs Schritten im Uhrzeigersinn: Daten, Rendite, Cashflow, Stresstest, Standort und Risiken. In der Mitte steht der Prüfbericht mit Basis- und Stressszenario.PrüfberichtBasis + Stress1Datenamtliche Werte2Renditebrutto · netto3Cashflowvor & nach Steuern4StresstestZins · Leerstand5StandortMakro · Mikro6RisikenZustand · Recht
Amtliche Quellen Offene Annahmen Stresstest inklusive

Bevor wir über eine Wohnung sprechen, rechnen wir sie durch: mit amtlichen Kaufpreisen und Mietspiegeln, offen genannten Annahmen und einem Stresstest. Hier sehen Sie jeden Schritt, jede Formel und jede Annahme zum Nachrechnen.

  • Stand: Oktober 2026
  • Lesezeit: ca. 13 Minuten
  • 18 Quellen
Inhalt (10 Abschnitte)
  1. 1.Unser Prüfpfad in sechs Schritten
  2. 2.Die Kennzahlen: Formel und Mini-Beispiel
  3. 3.Unsere Standardannahmen, offen gelegt
  4. 4.Stresstest: Wie viel Puffer brauchen Sie?
  5. 5.Datenquellen und Quellenhierarchie
  6. 6.Was wir bewusst nicht tun
  7. 7.Grenzen der Methode
  8. 8.Aktualisierung und Redaktion
  9. 9.Häufige Fragen
  10. 10.Quellen und Vertiefung

Unser Prüfpfad in sechs Schritten

Jede Immobilie durchläuft bei uns dieselbe Reihenfolge. Erst die Fakten, dann die Kennzahlen, dann die Belastungsprobe. Erst wenn alle sechs Schritte durchlaufen sind, gibt es eine Einschätzung, und die nennt immer auch die offenen Punkte.

  1. Schritt 1: Daten erfassen

    Kaufpreis, Wohnfläche, Baujahr, die Ist-Miete laut Mietvertrag und das Hausgeld, getrennt nach umlagefähig und nicht umlagefähig. Dazu kommen Erhaltungsrücklage, Protokolle der Eigentümerversammlung und Energieausweis.

    Daten: Exposé, Mietvertrag, Hausgeldabrechnung, Wirtschaftsplan

    Gesamtaufwand inklusive Kaufnebenkosten

  2. Schritt 2: Rendite einordnen

    Brutto- und Nettomietrendite sowie Kaufpreisfaktor. Den Kaufpreis je m² vergleichen wir mit den tatsächlich gezahlten Preisen des Gutachterausschusses, die Miete mit dem Mietspiegel.

    Daten: Immobilienmarktberichte, qualifizierte Mietspiegel

    Preis und Miete im Marktvergleich

  3. Schritt 3: Cashflow rechnen

    Miete minus nicht umlagefähige Kosten, Mietausfall, Zins und Tilgung, also das, was Monat für Monat übrig bleibt oder fehlt. Danach der Steuereffekt aus Zinsen, Kosten und AfA. Die Tilgung weisen wir getrennt als Vermögensaufbau aus.

    Daten: Annahmen zu Finanzierung, Kosten und Steuerprofil (siehe unten)

    Monatlicher Cashflow vor und nach Steuern

  4. Schritt 4: Stresstest

    Drei Belastungsproben: Zins zwei Prozentpunkte höher, drei Monate Leerstand und eine Variante mit 40 % Eigenkapital. So sehen Sie, wie viel Puffer Sie brauchen.

    Daten: Bundesbank-Zinsstatistik, eigene Szenarien

    Bandbreite statt einer Zahl

  5. Schritt 5: Standort prüfen

    Makrolage mit Bevölkerung und Arbeitsmarkt, Mikrolage mit Stadtteil und Wohnlage laut Mietspiegel sowie die Regeln der Mietpreisbremse vor Ort.

    Daten: Statistische Landesämter, Städte, Landesverordnungen

    Vermietbarkeit und rechtlicher Rahmen

  6. Schritt 6: Risiken benennen

    Sanierungsstau, mögliche Sonderumlagen, Anschlussfinanzierung, Mietrecht und Klumpenrisiko stehen als offene Punkte im Ergebnis und nicht im Kleingedruckten.

    Daten: Objektunterlagen, Baujahr, WEG-Protokolle

    Liste offener Prüfpunkte

Die Kennzahlen: Formel und Mini-Beispiel

Alle Mini-Beispiele nutzen die Startwerte unseres Renditerechners: 250.000 € Kaufpreis, 1.000 € Kaltmiete im Monat, 10 % Kaufnebenkosten, 1.800 € nicht umlagefähige Kosten im Jahr, 50.000 € Eigenkapital, 3,8 % Sollzins und 2 % Tilgung. Wer die Werte in den Rechner eingibt, erhält dieselben Ergebnisse.

Bruttomietrendite

Im Rechner

Mini-Beispiel12.000 € ÷ 250.000 €

4,8 %

Schneller Filter für ähnliche Angebote. Kosten, Nebenkosten und Finanzierung fehlen, deshalb entscheidet diese Zahl nie allein.

Nettomietrendite

Im Rechner

Mini-Beispiel(12.000 € − 1.800 €) ÷ 275.000 €

3,71 %

Rendite des Objekts ohne Kredit. Liegt sie unter dem Sollzins, drückt jeder geliehene Euro die Eigenkapitalrendite.

Kaufpreisfaktor

Stadtbeispiele

Mini-Beispiel250.000 € ÷ 12.000 €

20,8

So viele Jahresmieten zahlen Sie für die Wohnung. Aussagekräftig nur im Vergleich innerhalb einer Stadt: Im Wiesbadener Rechenbeispiel liegt der Faktor bei 26,7.

Cashflow vor Steuern

Im Rechner

= (Miete − nicht umlagefähige Kosten − Zins − Tilgung) ÷ 12

In den Stadtbeispielen zusätzlich minus 2 % Mietausfall

Mini-Beispiel(12.000 € − 1.800 € − 13.050 €) ÷ 12

−238 €

Was Monat für Monat auf Ihrem Konto ankommt oder fehlt. Darin stecken 375 € Tilgung im Monat, also Vermögensaufbau. Vergleichsgröße für jedes Objekt, unabhängig vom Steuersatz.

Cashflow nach Steuern

Beispielprofil

= Cashflow vor Steuern + Steuereffekt

Steuereffekt = Einkommensteuer ohne Wohnung − Einkommensteuer mit Wohnung (Tarif § 32a EStG 2026); Einkünfte aus Vermietung = Miete − Kosten − Zinsen − AfA

Mini-BeispielVermietung −2.396 € im 1. Jahr (AfA 2 % auf 75 % Gebäudeanteil) → Steuerersparnis 783 € im Jahr für einen Single mit 3.000 € netto

−172 €

Wir rechnen die Steuer exakt als Differenz mit und ohne Wohnung, nicht pauschal. Die Faustregel „Verlust × Grenzsteuersatz“ (hier 33,1 %) ergäbe 793 € und ist nur eine Näherung. Ihr eigener Steuersatz verändert das Ergebnis, die Prüfung gehört zur Steuerberatung.

Kapitaldienstdeckung (DSCR)

Tragfähigkeit

Mini-Beispiel10.200 € ÷ 13.050 €

0,78

Unter 1,0 deckt die Miete die Kreditrate nicht, die Differenz zahlen Sie aus Ihrem Einkommen zu. Je weiter über 1,0, desto mehr Puffer bleibt.

Eigenkapitalrendite

Vor Steuern

Mini-Beispiel(10.200 € − 8.471 €) ÷ 50.000 €

3,5 %

Die Tilgung zählt hier als Vermögensaufbau. Wertänderung und Steuern sind nicht enthalten, die Zahl ist also keine Prognose, sondern ein Vergleichswert.

Unsere Standardannahmen, offen gelegt

Wo Unterlagen fehlen, brauchen wir Annahmen. Wir nennen sie vollständig, damit Sie jede Zahl ersetzen können. Die Tabelle zeigt die Startwerte des Renditerechners und die Werte, mit denen alle Stadt-Rechenbeispiele gerechnet sind.

Standardannahmen in Rechner und Stadtbeispielen
AnnahmeRenditerechnerStadtbeispieleEinordnung
Kaufnebenkosten10 % pauschalGrunderwerbsteuer des Landes (Hessen 6 %, Rheinland-Pfalz 5 %) + 2 % Notar und Grundbuch + 3,57 % Makler = 11,57 % bzw. 10,57 %Steuersätze am 03.10.2026 geprüft
Nicht umlagefähige Kosten1.800 € pro Jahr25 €/m² und Jahr für Verwaltung und InstandhaltungGegenprobe mit II. BV und Peters’scher Formel
Mietausfallnicht enthalten2 % der Jahresmiete§ 29 II. BV: höchstens 2 % bei Wohnraum
FremdkapitalGesamtaufwand minus 50.000 € Eigenkapital = 225.000 €80 % des Kaufpreises, Rest und Nebenkosten aus EigenkapitalAnnahme, keine Konditionszusage
Sollzins3,8 %4,2 %Bundesbank-Effektivzins, 5–10 Jahre Zinsbindung: 3,81 % (August 2026)
Anfängliche Tilgung2 %2 %Annuität: Tilgungsanteil wächst mit jeder Rate
Zins-StresstestZins im Rechner selbst erhöhen+2 Prozentpunkte, also 6,2 %Dez. 2021 bis Okt. 2023: +2,7 Prozentpunkte
Leerstand-Stresstestnicht enthalten3 Monatsmieten einmaligzusätzlich zum laufenden Mietausfall
Steuernnicht enthaltenCashflow vor und nach Steuern; Beispielprofil Single, Steuerklasse I, 3.000 € netto im Monat, zu versteuerndes Einkommen ca. 44.221 €exakte Tarif-Differenz nach § 32a EStG 2026 (Grenzsteuersatz 33,1 %); nur das 1. Jahr
AfAnicht enthalten2 % linear auf 75 % Gebäudeanteil an Kaufpreis plus Nebenkosten§ 7 Abs. 4 EStG; Gebäudeanteil im Einzelfall per BMF-Arbeitshilfe
Wertentwicklung, Mieterhöhungennicht enthaltennicht enthaltenbewusst keine Prognose
Stadtbeispiele: Wiesbaden, Frankfurt, Mainz, Darmstadt und Offenbach verwenden dieselben Kosten- und Finanzierungsannahmen; Kaufpreis, Miete und Grunderwerbsteuer kommen aus den lokalen Quellen.
Gegenprobe
Verwaltung und Instandhaltung für eine 55-m²-Wohnung
  • Unser Ansatz: 25 €/m²1.375 € / Jahr
  • II. BV, Bezug vor ≥ 32 Jahren1.469 € / Jahr
  • II. BV, Bezug vor ≥ 22 Jahren1.247 € / Jahr
  • II. BV, Bezug vor < 22 Jahren1.078 € / Jahr
Pauschalen der II. BV ab 01.01.2026: Verwaltung 445,32 € je Eigentumswohnung und Jahr, Instandhaltung 11,50 / 14,58 / 18,62 € je m² je nach Alter. Die II. BV gilt unmittelbar nur für preisgebundenen Wohnraum; wir nutzen sie als neutrale Plausibilitätsprüfung. Für Gebäude, die vor mehr als 32 Jahren bezugsfertig wurden, liegt unser Wert rund 6 % darunter. Dort ersetzen wir ihn durch Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan, sobald sie vorliegen.

Stresstest: Wie viel Puffer brauchen Sie?

Eine einzelne Zahl täuscht Sicherheit vor. Deshalb rechnen wir jedes Stadtbeispiel in einem Basis- und drei Stressszenarien, jeweils vor und nach Steuern. Hier das Rechenbeispiel Wiesbaden: 55 m², 1960er-Jahre, Kaufpreis 178.000 €, Miete nach Mietspiegel 10,11 €/m².

Basis-Szenario
Von der Kaltmiete zum Cashflow nach Steuern
  • Kaltmiete556 €
  • Verwaltung, Instandhaltung-115 €
  • Mietausfall 2 %-11 €
  • Zinsen-494 €
  • Tilgung-242 €
  • Steuerersparnis+101 €
  • Cashflow nach Steuern-204 €
Rechenbeispiel Wiesbaden mit 80 % Finanzierung, Sollzins 4,2 % und 2 % anfänglicher Tilgung, Werte im ersten Jahr. Vor Steuern ergibt das −305 € im Monat, mit dem Steuereffekt für einen Single mit 3.000 € netto −204 €. Die Tilgung von 242 € im Monat ist Vermögensaufbau, kein Verlust.
Basis, nach Steuern
−204 €
vor Steuern −305 € pro Monat
Zins +2 Prozentpunkte, nach Steuern
−368 €
vor Steuern −543 €, Sollzins 6,2 %
3 Monate Leerstand
−1.668 €
einmalig, vor Steuern, zusätzlich
40 % Eigenkapital, nach Steuern
−60 €
vor Steuern −121 €, Eigenkapital 91.795 €
Ihr Objekt, dieselbe Methode

Wie sähe die Rechnung für Ihre Wohnung aus?

Im Investment-Check beantworten Sie sechs kurze Fragen zu Ziel, Zeitplan und Eigenkapital. Auf dieser Grundlage ordnen wir Objekt und Finanzierung mit denselben offenen Annahmen ein, kostenlos und unverbindlich.

Datenquellen und Quellenhierarchie

Nicht jede Zahl ist gleich belastbar. Wir bevorzugen Quellen, die tatsächliche Verträge abbilden oder rechtlich verbindlich sind. Angebotsdaten aus Portalen zeigen, was Verkäufer verlangen, nicht, was gezahlt wird.

Quellenhierarchie
Je weiter oben, desto mehr Gewicht
  1. Gesetze und VerordnungenGrEStG, II. BV, BGB, EStG
  2. Gutachterausschüsse und amtliche Statistiktatsächlich gezahlte Kaufpreise, Bevölkerung
  3. Qualifizierte Mietspiegelortsübliche Vergleichsmiete je Lage und Baujahr
  4. ObjektunterlagenMietvertrag, Hausgeldabrechnung, Protokolle, Energieausweis
  5. Angebotsportalenur zur Orientierung, nie als Ist-Wert
Widersprechen sich Quellen, gilt die höhere Stufe. Objektunterlagen gehen dem Durchschnitt vor, sobald sie vollständig vorliegen.

Gutachterausschüsse

Tatsächlich gezahlte Kaufpreise aus der amtlichen Kaufpreissammlung, getrennt nach Baujahr, Größe und Stadtteil. Grundlage aller Kaufpreise in unseren Stadtbeispielen.

Mietspiegel

Ortsübliche Vergleichsmiete je Wohnlage, Baujahr und Ausstattung. Danach setzen wir die Miete an, nicht nach Angebotsportalen oder Wunschmieten.

Statistikämter

Bevölkerung und Entwicklung je Stadt für die Einordnung der Makrolage, jeweils mit Stichtag.

Zinsen und Rechtsgrundlagen

Marktzinsen für Wohnungsbaukredite aus der MFI-Zinsstatistik sowie die Normen hinter Pauschalen, Steuersätzen und Mietspiegeln.

Was wir bewusst nicht tun

Vertrauen entsteht nicht durch große Zahlen, sondern durch klare Grenzen. Diese Regeln gelten für jede Seite, jedes Rechenbeispiel und jedes Gespräch.

Das machen wir

  • Annahmen vollständig nennen, damit Sie jede Zahl ersetzen können
  • amtliche Werte mit Datenstand und Link angeben
  • Basis- und Stressszenario nebeneinander zeigen
  • Tilgung getrennt als Vermögensaufbau ausweisen
  • auch unbequeme Ergebnisse zeigen, etwa einen negativen Cashflow

Das machen wir bewusst nicht

  • keine Renditeversprechen und kein „finanziert sich von selbst“
  • keine Steuer- oder Rechtsberatung; die Steuerwirkung zeigen wir nur als Beispielrechnung
  • keine Finanzierungszusage und keine Konditionen im Namen von Banken
  • keine Prognose von Wertsteigerungen oder künftigen Mieten
  • keine Angebotsmieten als Ist-Miete

Grenzen der Methode

Ein Modell ist eine Vereinfachung. Diese Punkte kann es nicht abbilden, sie gehören in jede Prüfung eines konkreten Objekts.

  • Durchschnitt ist nicht Objekt

    Stadtbeispiele nutzen amtliche Mittelwerte. Lage im Haus, Zustand und Grundriss können deutlich abweichen.

  • Unterschiedliche Datenstände

    Die Kaufpreise reichen je nach Stadt von 2023 (Offenbach) bis 2025 (Wiesbaden, Frankfurt). Der Stand steht an jeder Zahl.

  • Nur das Startjahr

    Mietsteigerungen, Inflation und die Anschlussfinanzierung nach Ende der Zinsbindung sind nicht modelliert.

  • Steuern sind individuell

    Wir rechnen ein Beispielprofil und nur das erste Jahr, ohne Verlustvortrag. Ihr Einkommen, die Kaufpreisaufteilung und die AfA-Methode verändern das Ergebnis nach Steuern erheblich.

  • Miete muss zulässig sein

    Mietpreisbremse und Kappungsgrenze begrenzen Neuvermietung und Erhöhungen. Eine höhere Miete setzen wir nur an, wenn sie rechtlich möglich ist.

  • Große Maßnahmen separat

    Dach, Fassade oder Heizungstausch sprengen jede Pauschale. Sie gehören als eigener Liquiditätsbedarf in die Rechnung.

Aktualisierung und Redaktion

Jede Seite nennt den Stand ihrer Daten. Ändert sich eine Quelle, aktualisieren wir die betroffenen Zahlen und das Datum. Die Quellen erscheinen in unterschiedlichem Rhythmus:

  • monatlich
    Bauzinsen (Bundesbank)
    hier: August 2026, veröffentlicht am 01.10.2026
  • bei Gesetzesänderung
    Grunderwerbsteuersätze
    hier: alle 16 Länder geprüft am 03.10.2026
  • alle 3 Jahre
    Pauschalen der II. BV
    hier: Werte ab 01.01.2026, nächste Anpassung 2029
  • jährlich
    Immobilienmarktberichte
    hier: Berichte 2024 bis 2026, je Stadt angegeben
  • alle 2 bzw. 4 Jahre
    Qualifizierte Mietspiegel
    Anpassung nach 2, Neuerstellung nach 4 Jahren (§ 558d BGB)
  • jährlich
    Bevölkerung (Statistikämter)
    hier: Stichtag 31.12.2025

Häufige Fragen

Warum zeigen Sie den Cashflow vor und nach Steuern?+

Der Cashflow vor Steuern ist die Vergleichsgröße: Er hängt nur vom Objekt und der Finanzierung ab. Die Steuerwirkung hängt dagegen vom persönlichen Einkommen, von der Kaufpreisaufteilung zwischen Gebäude und Boden und von weiteren Einkünften ab. Deshalb rechnen wir sie für ein offen genanntes Beispielprofil (Single, Steuerklasse I, 3.000 € netto im Monat) exakt als Differenz der Einkommensteuer mit und ohne Wohnung nach dem Tarif 2026. Für Ihre Situation gehört das zur Steuerberatung.

Woher stammen Kaufpreise und Mieten in den Stadtbeispielen?+

Die Kaufpreise sind Durchschnittswerte der Gutachterausschüsse aus tatsächlich beurkundeten Verkäufen, die Mieten stammen aus dem jeweiligen Mietspiegel. Jede Zahl auf einer Stadtseite nennt Quelle und Datenstand. Angebotspreise aus Portalen nutzen wir nur zur Orientierung.

Warum setzen Sie 2 % Mietausfall an?+

Das entspricht der Obergrenze, die § 29 der Zweiten Berechnungsverordnung für Wohnraum vorsieht: rund eine Woche Leerstand oder Zahlungsausfall pro Jahr. Für längere Leerstände rechnen wir zusätzlich den Stresstest mit drei Monatsmieten.

Warum genau zwei Prozentpunkte im Zins-Stresstest?+

Zwischen Dezember 2021 und Oktober 2023 stieg der durchschnittliche Effektivzins für Wohnungsbaukredite mit 5 bis 10 Jahren Zinsbindung laut Bundesbank von 1,16 % auf 3,85 %, also um rund 2,7 Prozentpunkte. Ein Aufschlag von zwei Punkten bildet eine ungünstige Anschlussfinanzierung ab, ohne ein Extremszenario zu sein.

Rechnet der Investment-Check schon mein Objekt durch?+

Nein. Der Investment-Check fragt in sechs Schritten Ziel, Zeitplan, Erfahrung, Einkommen, Eigenkapital und Region ab und schickt die Zusammenfassung über Ihr E-Mail-Programm. Die Rechnung mit den hier beschriebenen Annahmen folgt im Gespräch, sobald konkrete Objektdaten vorliegen.

Kann ich die Zahlen selbst nachrechnen?+

Ja. Die Mini-Beispiele auf dieser Seite verwenden genau die Startwerte unseres Renditerechners, die Stadtbeispiele die offen genannten Annahmen der jeweiligen Stadtseite. Alle amtlichen Quellen sind verlinkt.

Passende Ratgeber

Quellen und Vertiefung

Für die fachliche Einordnung wurden insbesondere folgende Primär- und Verbraucherquellen berücksichtigt:

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