Bessungen
4.377 €/m²14 Fälle
Südlich der Innenstadt, mit Orangerie, Altbaustraßen und eigenem Ortskern. In diesem Segment der teuerste Stadtteil.
Darmstadt hat mehr Arbeitsplätze als manche doppelt so große Stadt, dazu zwei große Hochschulen und stetigen Zuzug. Für Anleger heißt das: verlässliche Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Gleichzeitig sind die Preise 2024 kräftig gestiegen, und der Grundsteuer-Hebesatz gehört zu den höchsten in Hessen. Hier sehen Sie, was eine typische Wohnung kostet und was sie einbringt.

Amtliche Werte von Gutachterausschuss, Statistikamt und Stadt. Die Ziffer verweist auf die Quelle am Ende der Seite.
Darmstadt wuchs 2025 um 1.224 Einwohner auf 168.253. Laut Gutachterausschuss arbeiten rund 141.000 Menschen in der Stadt, also fast so viele, wie dort wohnen. Dazu tragen Merck, Evonik, die Deutsche Telekom, Software AG und rund 100 weitere Softwarefirmen bei, außerdem Landesbehörden, die TU Darmstadt, die Hochschule Darmstadt sowie Forschungseinrichtungen wie ESOC und EUMETSAT. Der Wohnungsbestand ist mit rund 84.000 Wohnungen dagegen knapp. Die Kaufkraft liegt laut Stadt mit einer Kennziffer von 102,2 (2025) leicht über dem Bundesschnitt.
Für Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 mit 45 bis 79 m² weist der Immobilienmarktbericht 2025 einen Durchschnitt von 3.500 €/m² aus (102 Weiterverkäufe 2024). Das sind rund 5 % mehr als im Vorjahr. Der oft zitierte Gesamtdurchschnitt von 4.876 €/m² über alle Baujahre stieg um 27 %. Er kann laut Bericht aber mitverkaufte Stellplätze enthalten, der Median liegt bei 4.381 €/m². Für eine Anlageentscheidung ist der Vergleich im gleichen Baujahr und gleicher Größe aussagekräftiger.
Der Mietspiegel 2026 wurde im Juni 2026 beschlossen und weist eine durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete von 11,81 €/m² aus. Die Mieten, die der Gutachterausschuss aus Verträgen ab 2022 sammelt, liegen mit einem Median von 11,83 €/m² praktisch gleichauf. Für eine konkrete Wohnung ergibt der Mietspiegel einen eigenen Wert. Größe, Baujahr, Wohnlage, Ausstattung und Energiezustand verschieben ihn spürbar nach oben oder unten.
Eine typische Anlagewohnung aus dem Bestand der 1950er- bis 1970er-Jahre. Der Kaufpreis entspricht dem amtlichen Durchschnitt für dieses Segment. Als Miete setzen wir den Mietspiegel-Durchschnitt an. Für eine konkrete Wohnung muss sie mit dem Mietspiegel-Rechner der Stadt geprüft werden. Alle weiteren Werte sind Annahmen und kein Angebot.
Monatlicher Cashflow vor Steuern
−276 €
Kreditrate 798 € pro Monat, davon Tilgung 257 € (Vermögensaufbau)
Monatlicher Cashflow nach Steuern
−184 €
−276 € vor Steuern plus 92 € Steuerersparnis im 1. Jahr, Single mit 3.000 € netto. Die Tilgung mindert die Steuer nicht.
Hinweis zur Steuer: Vereinfachtes Beispiel, keine Steuerberatung. Gerechnet ist nur das erste Jahr mit dem Einkommensteuertarif 2026 als Differenz mit und ohne Wohnung, für einen Single ohne weitere Einkünfte. Ihre Steuerwirkung weicht ab, etwa bei anderem Einkommen, Kirchensteuer, tatsächlichem Gebäudeanteil, Erhaltungsaufwand oder einmaligen Kosten wie der Grundschuldbestellung (hier nicht eingerechnet). Die Ersparnis kommt über die Steuererklärung oder einen Freibetrag beim Lohnsteuerabzug. Mit jeder Tilgung sinken die Zinsen und damit auch die Ersparnis.
Mit gut 4 % Bruttomietrendite liegt Darmstadt im Rechenbeispiel vor Frankfurt und Wiesbaden. Bei 80 % Finanzierung fehlen vor Steuern trotzdem rund 276 € im Monat, davon sind rund 257 € Tilgung. Die Wohnung finanziert sich also fast selbst, wenn man die Tilgung als Vermögensaufbau betrachtet. Für einen Single mit 3.000 € netto bleiben nach Steuern rund 184 € Zuzahlung im Monat.
Mit 40 % Eigenkapital sinkt die monatliche Zuzahlung vor Steuern auf rund 76 €, nach Steuern auf rund 28 €. Die Rechnung hängt aber an der Miete: Liegt die Mietspiegelmiete der konkreten Wohnung nur 1 €/m² unter dem Durchschnitt, fehlen jeden Monat weitere 55 €.
Die hohe Grundsteuer taucht in der Rechnung nicht auf, weil sie auf Mieter umgelegt wird. Sie macht die Warmmiete aber teurer und kann bei Wohnungen mit ohnehin hohen Nebenkosten die Spielräume bei der Kaltmiete einengen.
Vereinfachte Modellrechnung mit Durchschnittswerten, Stand 04.10.2026. Keine Zusage über Kaufpreise, Mieten, Zinsen oder Wertentwicklung und keine Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Wie wir rechnen, steht in der Methodik.
Der Gutachterausschuss weist Durchschnittspreise je Stadtteil für Weiterverkäufe aus. Wir zeigen das typische Anlagesegment: Baujahre 1950–1977, 45 bis 79 m², Verkäufe 2024.
4.377 €/m²14 Fälle
Südlich der Innenstadt, mit Orangerie, Altbaustraßen und eigenem Ortskern. In diesem Segment der teuerste Stadtteil.
3.836 €/m²24 Fälle
Innenstadt mit Schloss, Luisenplatz und TU-Stadtmitte. Die meisten Verkäufe, kurze Wege und eine sehr gemischte Bausubstanz.
3.602 €/m²15 Fälle
Mit dem gründerzeitlichen Johannes- und Martinsviertel. Laut Gutachterausschuss wegen der Nähe zu Innenstadt und TU beliebt, mit vielen Kneipen und belebtem Umfeld. Schwerpunkt des Marktes für Mehrfamilienhäuser.
3.557 €/m²12 Fälle
Am Fuß des Odenwalds mit Mathildenhöhe, Rosenhöhe und Oberfeld. Laut Gutachterausschuss werden hier bei Einfamilienhäusern besonders hohe Preise erzielt.
3.402 €/m²15 Fälle
Westlich der Innenstadt bis zum Hauptbahnhof, mit gemischter Wohn- und Gewerbenutzung und kurzen Wegen zu Bahn und Autobahn.
2.879 €/m²8 Fälle
Im Süden, mit Villengebieten am Odenwaldrand, altem Ortskern an der Modau und älteren Geschosswohnungen. Wenige Fälle, daher nur als Tendenz lesen.
2.377 €/m²12 Fälle
Im Nordosten mit großer Siedlung aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Günstigster Stadtteil, Hausgeld und Instandhaltung der großen Anlagen genau prüfen.
Dörfliche Stadtteile im Norden, gut mit Bus und Straßenbahn angebunden. Für dieses Segment weist der Bericht keinen Durchschnitt aus.
Ehemalige US-Flächen. Die Lincoln-Siedlung ist weitgehend fertig, das Ludwigshöhviertel auf der früheren Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung entsteht gerade.
Ø Wiederverkauf 2024, Bj. 1950–1977, 45–79 m², Quelle [1]. Bei 8 bis 24 Fällen je Stadtteil reagieren die Durchschnitte stark auf einzelne Verkäufe. Für Wohnungen ab Baujahr 1991 liegt der Darmstädter Durchschnitt bei 4.528 €/m², in Mitte bei 4.787 €/m² und in Nord bei 4.677 €/m².
Wir versprechen keine Renditen. Wir rechnen mit amtlichen Werten, nennen jede Annahme und zeigen auch, wann sich eine Wohnung nicht trägt. Die Grundlagen stehen in der Methodik.
Darmstadt bietet in unserem Rechenbeispiel rund 4,0 % Bruttomietrendite: 55 m² zu 3.500 €/m² und 11,81 €/m² Miete. Bei 80 % Finanzierung fehlen vor Steuern rund 276 € im Monat, davon sind rund 257 € Tilgung. Nach Steuern sind es für einen Single mit 3.000 € netto rund 184 €. Mit 40 % Eigenkapital fehlen vor Steuern noch rund 76 €. Ob es sich lohnt, hängt von Einkaufspreis, der wohnungsgenauen Mietspiegelmiete und dem Zustand des Hauses ab.
Weiterverkaufte Wohnungen der Baujahre 1950–1977 mit 45 bis 79 m² kosteten 2024 im Schnitt 3.500 €/m², ab Baujahr 1991 4.528 €/m². Neubauwohnungen lagen beim Median bei 7.701 €/m². Der Durchschnitt über alle Weiterverkäufe von 4.876 €/m² kann mitverkaufte Stellplätze enthalten.
Der Mietspiegel 2026 weist im Durchschnitt 11,81 €/m² aus, vereinbarte Mieten ab 2022 liegen beim Median bei 11,83 €/m². Für eine konkrete Wohnung errechnet der Mietspiegel einen eigenen Wert nach Größe, Baujahr, Lage, Ausstattung und Energiezustand. Bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse: höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete, mit Ausnahmen etwa für Neubau.
Am meisten gehandelt werden Wohnungen in Mitte, Nord, West und Bessungen. Bessungen ist mit 4.377 €/m² am teuersten, Kranichstein mit 2.377 €/m² am günstigsten (Baujahr 1950–1977, 45–79 m², 2024). Günstigere Lagen bringen oft mehr Rendite, erfordern aber einen genaueren Blick auf Hausgeld, Rücklage und Instandhaltungsstau.
Darmstadt hat für 2026 einen Hebesatz der Grundsteuer B von 1.181 % festgelegt. Die Höhe beschließt jede Gemeinde selbst. Für Vermieter ist die Grundsteuer umlagefähig, sie erhöht also die Nebenkosten der Mieter. Bei einer kleinen Wohnung macht das einige Euro im Monat aus, die bei der Vermietbarkeit mitzudenken sind.
Die Nachfrage ist durch TU und Hochschule Darmstadt stabil. Dafür wechseln die Mieter häufiger, und WG-Vermietung bedeutet mehr Verwaltungsaufwand. Wichtig ist eine realistische Miete nach Mietspiegel statt überhöhter Zimmerpreise aus Anzeigen, denn die Mietpreisbremse gilt grundsätzlich auch für WG-Zimmer.
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Stand aller Angaben: 04.10.2026. Bildnachweis: Foto: Gerda Arendt / Wikimedia Commons, CC0 1.0, auf 4:3 zugeschnitten. Diese Seite ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.